Bahamas – südliche Jumentos, Farbenspektakel und Frontdurchgang

Die Jumentos Inselkette in den Bahamas liegt etwas abseits. Die meisten Boote segeln via Turks und Caicos zu den Crooked Islands. Doucema nahm einen Umweg, weiter westlich zu den Jumentos Inseln. Diese Inseln sind bis auf einen Ort unbewohnt und eben aufgrund ihrer Lage wenig besucht; das zog uns magisch an … und wir wurden nicht enttäuscht.

So ging es bei mittleren Winden in einer Nachtfahrt über 150 Seemeilen von Great Inauga in die südlichen Jumentos. Da wir die seichte Kolumbus Bank nicht in der Nacht überqueren wollten, umsegelten wir diese – nur ein kleiner Umweg und am Vormittag konnten wir in der Johnson Cay Bucht vor Anker gingen.

Doucemas Kurs in den südlichen Jumentos mit den zwei großartigen Ankerplätzen Johnson Cay und Bella Vista
nach Umsegelung der Kolumbus Bank nähern wir uns den südlichen Jumentos
Offshore – Abendessen
angenehmes morgendliches SEgeln

Ein Problem in den Bahamas sind die regelmäßigen Frontdurchgänge. Da wird der vorherrschend Ostwind gestört, meist ziehen Regen und Gewitterschauer durch und der Wind dreht auf West und nimmt massiv zu. Somit werden die vielen nur nach Osten geschützten Ankerplätze unbrauchbar. Leider gibt es nur wenige auch nach Westen und Norden geschützte Ankerplätze.

wunderschöne Johnson Cay Bucht – noch sind wir vier Boote
geschützt gegen Ost und Westwinde
lass uns die Insel erkunden !
Strand … Strand … Strand

Eine Front war angesagt und so wählten wir Johnson Cay als Ankerplatz; diese Bucht war perfekt gegen Ost, Süd geschützt, und auch ganz gut gegen westliche Winde; allerdings nur mäßig gegen Nordwestliche Winde. Als der Wind am nächsten Tag zunahm verlegten sich zwei der vier Boote in der Bucht nach Norden. Ein französischer Kat und wir blieben. Wir checkten den Anker und gaben noch etwas Kette raus. Als die Front kam drehte der Wind von Südwest auf West – kein Problem, dann aber kurz weiter auf Westnordwest, die Böen blieben unter 30 Knoten; abends flaute der Wind ab und drehte zurück auf Südwest und wir konnten den Sonnenuntergang genießen.

ein massives Tiefdruckgebiet im Südosten der USA, sieht aus als ob wir nur gestreift werden
das Nordwest Kap gibt uns noch etwas Schutz, weiter sollte der Wind aber nicht mehr drehen – das tat er dann aber, allerdings nur kurz
Abend beruhigte sich alles – Zeit am Dach einen Kaffee zu genießen

Im Segelführer lasen wir, dass es ein Muss ist die Farben des Wassers ‚lesen‘ zu lernen, also Wassertiefe und Grundbeschaffenheit zu erkennen. Auf jeden Fall ist in diesen seichten Gewässern mit Korallenstöcken die Augennavigation unerlässlich.

ohne Wind ging es unter Motor nach Norden

Der nächste Ankerplatz, nur 10 Seemeilen nördlich war Buona Vista Cay. Wir mussten uns erst daran gewöhnen, dass dies Farben real sind.

Farben – fast unreal
Ankerplatz vor Buona Vista; auf der Insel sieht man aus der Luft gut die teils offenen Grundwasserseen
einsames Dinghi – hilfreich wie immer die aufblasbaren Rollhilfen
kleiner Palmenwald um ein verfallenes Häuschen
I can see for miles …
kleine Inselwanderung, gutes Schuhwerk ist wichtig
Blick über die Insel mit einem der Grundwasserseen – im Hintergrund Doucema
es gibt viel zu finden 😉
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