von den Azoren nach Portugal (September 2020)

Von Horta nach Lissabon sind es knapp 1000 Seemeilen, also rechneten wir mit 7-8 Tagen – unsere bisher längste non-stop Strecke.

Es waren schöne großartige Segeltage, mit teils stürmischen Winden, mit überwältigendem Sternenhimmel, Mondstimmungen, aber gab auch bemerkenswerte Gewitternächte.

Ablegen Marina Horta (Foto: R.Schenkel)

Schönwettersegeln

Doucema stürmt unter gerefften Segeln dahin

Mother Ocean – gewaltiger Atlantik

Zweimal hatten wir leichte südliche Winde die die Atmosphäre labilisierten und gewittrig machten. Als Segler war das nicht so toll, als Fotograf waren es gewaltige Stimmungen und Sonnenaufgänge nahmen psychodelischen Charakter an. So entstand meine Fotoreihe 1000 Meilen – 1000 Momente

Nachts mitten im Gewitter – Radarbild
Götterdämmerung – die Gewitternacht ist vorbei – das Lichterspektakel ist der Lohn der Angst

Unsere Welt beschränkte sich auf unser Boot, umgeben von einer Scheibe im Ozean. Der Horizont war das Ende unserer Welt, alles dahinter war uninteressant, existierte einfach nicht. Für uns waren wir das Zentrum der wechselnden Naturschauspiele, die so komplett abseits von Menschen – außer uns – in dieser einsamen Wasserwüste des Nordatlantiks, stattfanden.

Halber Weg !

Die Tage vergingen

Zur Navigation verwendeten wir sehr wohl auch Satellitendaten, aber letztendlich mussten wir ja das Wetter nehmen wie es kam,

Landfall am Cabo Espachel

Wir rundeten nach 7 Tagen und 7 Nächten Kap Espichel und gingen in einer Bucht vor Sesimbra vor Anker. Da uns ein massives Tiefdruckgebiet einzuholen drohte ging es nach einer Nacht in dieser wunderschönen Bucht nach Lissabon (Cascais) wo wir die Front gelassen über uns gehen lassen konnten.

 

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